Schon längst sind nicht mehr alle Möbel in deutschen Haushalten auch “Made in Germany“. Vieles, wie beispielsweise Kommoden oder Regale haben sich zum wirklichen Importschlager gemausert. Ein Großteil der Waren, besonders aus den unteren Preissegmenten, kommen aus den Ländern Osteuropas. Aber auch Bambusmöbel sind weiter im Aufwärtstrend. Ihr Herstellungsort ist Asien.
Einrichtungsgegenstände aus reiner Handarbeit.
Handarbeit strahlt immer einen besonderen Charakter bei der Einrichtung der Wohnung aus. Bambusmöbel halten immer mehr Einzug in die deutschen Haushalte. Dabei machen sie bei der Ausstattung der Terrassen und Wintergärten nicht halt, sondern ziehen auch in die “gute Stube” und das Schlafzimmer ein. Die Preise sind im Vergleich zu, in deutscher Handarbeit gefertigten Einrichtungsstücken, vergleichsweise moderat. Dabei haben die Bambusmöbel eine lange Anreise und müssten schon allein durch den Transport deutlich teurer sein. Wie es zu den eigentlich günstigen Preisen kommt, verrät der Blick in die Herstellungsländer.
Die Philippinen oder auch Vietnam als Herstellungsland für Bambusmöbel.
Zunächst verraten die Namen der Herstellungsländer bereits die niedrigen Lohnkosten bei der Herstellung. In Ländern, wie den Philippinen ist es schwer, eine bezahlte Arbeit zu bekommen. Die oft sehr einfachen Menschen, die diese Arbeiten ausführen, sind froh, mit ihrem Einkommen zum Unterhalt der Familie beitragen zu können. Rohstoffknappheit herrscht bei Bambus nicht. Ist er einmal abgeerntet, so wächst er, dank des tropischen Klimas, sehr schnell wieder nach. Die bei der Herstellung eingesetzten Werkzeuge sind meist sehr einfach, kommen ohne Antriebsenergie aus. Damit wird der Herstellungsprozess umweltschonend.
Die Energiepreise spielen natürlich trotzdem eine wesentliche Rolle. Besonders dann, wenn es um den Transport der Fertigware zum Hafen geht. In den Erzeugerländern ist der Treibstoff vergleichsweise preiswert. Als in Deutschland für den Liter Super mehr als 1,60 Euro gezahlt wurden, da waren es auf den Philippinen gerade einmal 95,- Cent/Euro. Auch der Schiffstransport, auf das Einzelstück umgelegt, ist eine vergleichsweise günstige Angelegenheit.
Entwicklungshilfe durch den Kauf schöner Möbel.
Gute Bambusmöbel sind flexibel und trotzdem stabil. Sie passen optisch hervorragend zu modernen Einrichtungsstilen. Durch die passenden Kissen, in den jeweiligen Trendfarben, können sie auch über einen langen Zeitraum zeitlos modern erscheinen. Der günstige Preis, für solide Handarbeit, macht sie zusätzlich interessant für den kleinen und mittleren Geldbeutel. Das Wichtigste aber, Bambusmöbel sind gleichzeitig auch Entwicklungshilfe für die armen Staaten Asiens. So haben die Menschen Arbeit und sind nicht auf Spenden von außen angewiesen. Die Rohstoffe sind nachwachsend, es muss kein Raubbau betrieben werden. Anderen zu helfen und dabei noch ein schönes Möbelstück zu erwerben, kann kaum besser umgesetzt werden, als durch Bambusmöbel.
Günstige Sideboards aus Osteuropa.
In vielen Haushalten muss das Preis-Leistungs-Verhältnis einfach stimmen. Anders kann die Anschaffung neuer Einrichtungsgegenstände nicht finanziert werden. In Osteuropa wird ein Großteil dieser Waren hergestellt. Dieses Mobiliar wird meist über Möbeldiscounter vertrieben. Das schöne Sofa oder die ansprechenden Sideboards oft aus Polen oder einem anderen osteuropäischen Staat. Die Qualität dieser Waren hat sich im Vergleich zur Vergangenheit deutlich verbessert. Nur die Preise sind nach wie vor sehr günstig.
Im Design stehen Kommoden, aus osteuropäischer Fertigung, deutscher Produktion ebenfalls nicht nach. Die modernen Produktionsverfahren, oft mit Maschinen aus deutscher Entwicklung, machen die Fertigung an diesen Standorten nur einfach günstiger. Das Know-how für die Produktion ist längst auf diese Länder übergegangen. Das schöne Design wird von Experten aus aller Welt entwickelt. Es gibt wahrscheinlich keinen Haushalt, der nicht eine Garderobe, ein Regal, einen Schrank oder ein Sofa aus dieser Importfertigung besitzt.
Hochwertige Einrichtungsgegenstände werden natürlich ebenfalls importiert. Ihr Marktanteil ist im Vergleich zur Mittelklasse oder unteren Klasse allerdings geringer. Aus England sind die schweren Wurzelholzmöbel und auch andere hochwertige Möbelstücke bekannt. Nicht selten handelt es sich dabei um besondere Einzelstücke, die als Blickfang in der Wohnung dienen. Nicht zu vergessen ist der französische Landhausstil, der oft noch “Made in France” ist.